Zur Geschichte von „Labora et ora“

Labora et ora ist eine “neoliberale Groteske zum Zwecke der Erhellung und Vergegenwärtigung der Entstehung prekärer Sozialformen“, behandelt die fiktive Erfindung des 3. Arbeitsmarktes und basiert auf 40 Zitaten von Gerhard Schröder, Peter Hartz, Wolfgang Clement, sowie Angela Merkel. Es ist hervorgegangen aus der spontanen Erfindung eines möglichen Dialogs zwischen oben genannten Protagonisten. Außerdem ist es ein schönes Beispiel wie unterschiedliche, und im Grunde nicht zusammenhängende Zitate durch gezielt herbei geführte Verbindungen zu einem Gesamtthema verwoben werden können und dadurch einen Interpretationsspielraum eröffnen, dessen sich die Zitatgeber sicher nicht bewusst waren, welcher aber durchaus zu Schlussfolgerungen einlädt, die mit der derzeitigen Realität von über 10 Millionen Menschen in Deutschland übereinstimmen und diese Realität vielleicht sogar übertreffen.

Eine erste szenische Lesung fand am 24. September 2008 in 10405 Berlin, in der Immanuelkirchstraße 21 um 20:00 Uhr statt.

Die Premiere als Theaterstück wird im Laufe des Frühjahrs 2008 stattfinden und soll, dem Nimbus des Jubel-Wahljahres 2009 entsprechend, durchaus als Wahlkampfveranstaltung gegen neoliberale  Umtriebe verstanden werden, ohne parteilich zu sein. Vielleicht finden sich einige Theatergruppen, welche Interesse an einer eigenen Inszenierung haben – in diesem Falle bitte ich um einen entsprechenden Kontakt.

Kommentare und Anregungen sind willkommen, da ich davon ausgehe, dass dieses Theaterstück aufgrund der ziemlich rasanten Entwicklung prekärer Zustände, in nicht allzu ferner Zukunft noch um einige Szenen bereichert wird.

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„Die Neoliberale“ – das Musikstück zum Theater!

Maria v. Boisse